Flourish One: 3.555-Dollar-Haushaltsroboter aus SF/Paris — per Smartphone in 30 Minuten anlernen
Das San Francisco-Paris-Startup Flourish Robots hat am 29. September 2026 mit einer Pre-Seed-Runde (Lead: Families Fund) aus der Stealth-Phase herausgetreten und zugleich die ersten 50 Vorbestellungen für den Flourish One gestartet. Der Räderhumanoid kostet 3.555 US-Dollar, ist per Smartphone in 30 Minuten auf neue Aufgaben trainierbar und soll im Dezember 2026 ausgeliefert werden.
Das Startup Flourish Robots — mit Büros in San Francisco und Paris — ist am 29. September 2026 aus der Stealth-Phase getreten und hat die ersten 50 Vorbestellungen für seinen Haushaltsroboter Flourish One eröffnet. Der Einstiegspreis liegt bei 3.555 US-Dollar, die Auslieferung ist für Dezember 2026 geplant. Das Unternehmen schloss gleichzeitig eine Pre-Seed-Runde ab, angeführt von Families Fund.
Design: Räder statt Beine
Der Flourish One ist kein Laufroboter. Er basiert auf einer sechsrädrigen Mobilitätsplattform, die für Stabilität auf ebenem Untergrund und einfache Wartung ausgelegt ist. Darauf montiert sind zwei Arme mit je einer Nutzlast von rund 1,5 Kilogramm (4 lb.) und handgroßen Zweifinger-Greifern; eine Kamera am Handgelenk unterstützt die Manipulation. Treppen kann der Roboter nicht überwinden.
Technische Eckdaten (Herstellerangaben):
- Onboard-Compute: Raspberry Pi 5 für Navigation, Sprachsteuerung und lokale KI-Modelle; rechenintensive Aufgaben laufen in der Cloud
- Akkulaufzeit: ca. 12 Stunden; Ladezeit ca. 9 Stunden
- Hindernis-Erkennung: Lidar an der Basis
- Preis: 3.555 USD (Early-Adopter, erste 50 Einheiten)
Anlernen per Smartphone
Das Alleinstellungsmerkmal ist die Trainingsschnittstelle: Nutzerinnen und Nutzer sollen dem Roboter eine neue Aufgabe — zum Beispiel Geschirrspüler einräumen oder Wäsche zusammenlegen — über eine Smartphone-App in unter 30 Minuten beibringen können, ohne Code oder Maschinenlern-Kenntnisse. Das Modell lernt via Demonstration und wird in der Cloud gespeichert; in späteren Softwareversionen sollen Haushaltsroutinen zwischen Nutzern geteilt werden können.
Einschränkungen
Laut übereinstimmenden Berichten kann Flourish One keine Wäsche falten, seine Hände sind nicht wasserdicht (Töpfe spülen ausgeschlossen), und die 1,5-kg-Nutzlast setzt enge Grenzen für schwerere Objekte. Treppen sind vollständig ausgeschlossen.
Einordnung
Mit 3.555 US-Dollar liegt der Flourish One weit unter den Preisen der ersten Heimroboter-Welle — NEO (1X Technologies) kostet 20.000 USD, Feather 29.990 USD. Der Kompromiss: Räder statt Beine, deutlich schlankere Nutzlast und einfacheres Trainingsparadigma. Ob Dezember 2026 als Lieferdatum haltbar ist, hängt von Produktion und Qualifikation ab; die Bestellmenge von 50 Einheiten deutet auf einen eng begrenzten Erstmarkttest hin. Alle technischen Angaben stammen aus Hersteller-Kommunikation und wurden von drei unabhängigen Quellen gleichlautend wiedergegeben, aber noch nicht durch externe Tests bestätigt.