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16.10.2026 · Redaktion

DexForce sichert sich 1 Milliarde Yuan für Synthetik-Trainingsdaten-Ansatz

Das Shenzhen-Startup DexForce hat in einer Series-B-Runde rund 1 Milliarde Renminbi (ca. 143–147 Millionen US-Dollar) eingeworben. Das Unternehmen setzt auf synthetisch generierte Trainingsdaten aus virtuellen Umgebungen, um Humanoidroboter schneller und günstiger zu trainieren als mit herkömmlichem menschlichem Teleoperation-Feedback.

Das Shenzhen-Startup DexForce hat eine Series-B-Finanzierungsrunde über rund 1 Milliarde Renminbi (umgerechnet ca. 143 bis 147 Millionen US-Dollar) abgeschlossen. Das Ergebnis mehrerer unabhängiger Berichte, die Reuters-Quellen zitieren, macht die Runde zu einer der größten gezielten Finanzierungen im Bereich KI-Trainingsdaten für Humanoide in China in diesem Jahr.

Synthetik statt Schweiß: Der Ansatz von DexForce

Klassisches Humanoid-Training erfordert, dass menschliche Teleoperation-Trainer eine Bewegung mitunter mehr als 100 Mal wiederholen, bis präzise Beispieldaten entstehen. DexForce-CEO Jia Kui argumentiert, dass dieser Ansatz zu langsam und zu teuer sei, um General-Purpose-Roboter-Fähigkeiten im Industriemaßstab zu erreichen.

Stattdessen generiert DexForce die Trainingsdaten vollständig in virtuellen Simulationsumgebungen und überträgt sie dann in die Realität. Laut Unternehmensangaben ist dieser Prozess deutlich schneller und kostengünstiger — wobei unabhängige Benchmarks, die den Ansatz direkt mit realen Trainingsdaten vergleichen, öffentlich bisher nicht vorliegen.

Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben rund 500 Mitarbeiter und hat bereits mehrere staatseigene Fonds als Investoren an Bord.

Investoren und Bewertung

Die Runde wurde von Lenovo Capital und Lens Technology mitgetragen sowie von mehreren staatseigenen Fonds. Die Bewertung übersteigt damit 10 Milliarden Renminbi (ca. 1,4 Milliarden US-Dollar). Eine Pressemitteilung des Unternehmens wurde zum Abrufzeitpunkt nicht separat veröffentlicht; die Angaben stammen aus Reuters-Berichterstattung, die von mehreren Medien aufgegriffen wurde.

IPO-Pläne offen

Bloomberg berichtete, DexForce erwäge einen Börsengang in Hongkong. CEO Jia Kui wollte sich dazu öffentlich nicht äußern. Angesichts der wachsenden Zahl chinesischer Humanoid-Startups, die Kapitalmarktzugang suchen (u. a. Unitree, AgiBot), wäre ein Hongkonger IPO ein naheliegender nächster Schritt — bleibt jedoch zum jetzigen Zeitpunkt unbestätigt.

Einordnung

Der Synthetik-Daten-Ansatz steht im Einklang mit branchenweiten Bemühungen, Lernkosten für Roboter-Policies zu senken (vgl. NVIDIA DreamZero, Physical Intelligence). DexForce hebt sich dadurch ab, dass es sich nicht auf ein eigenes Roboter-Hardwareprodukt konzentriert, sondern auf die Datenseite der Gleichung. Angaben, wonach die Software bereits bei Toyota und Samsung im Einsatz sei, konnten zum Abrufzeitpunkt aus keiner zweiten Quelle bestätigt werden und gelten daher als unbestätigt.

Quellen

  1. Chinese startup DexForce trains humanoid robots using virtual data to slash costs (The Standard HK via Reuters, 16.10.2026)
  2. Chinese startup DexForce trains humanoid robots using virtual data (DevDiscourse, 16.10.2026)
  3. DexForce AI secures Series B funding (SignalBase Funding News)