AgiBot A2-W
AgiBot · China · seit 2024
- Preis
- auf Anfrage
- Nutzlast
- 5 kg
Verfügbarkeit: In Serienproduktion; Vertrieb an Industriekunden und über internationale Distributoren, Preis auf Anfrage
Analyse & Einordnung
Der AgiBot A2-W ist die Rad-Variante der Expedition-A2-Serie, im August 2024 zusammen mit vier weiteren Modellen vorgestellt und gezielt auf flexible Fertigung zugeschnitten. Statt Beinen trägt eine vierradgetriebene Basis mit Null-Wenderadius und Krabbengang den Oberkörper mit zwei kraftgeregelten 7-DoF-Armen (je ca. 5 kg Nutzlast). Mit rund 1,63 m Höhe, 230 kg Gesamtgewicht und etwa fünf Stunden Laufzeit — per Hot-Swap-Akku in Minuten verlängerbar — ist er klar als Industriegerät und nicht als agiler Demonstrator ausgelegt.
Bemerkenswert ist der Serienstatus: AgiBot meldete im Januar 2025 den 1.000sten produzierten Roboter, davon 269 Rad-Modelle der Expedition-Reihe. Typische Aufgaben sind Maschinenbeschickung, Terminal-Stecken, Transport und Inspektions-Handling; die Wahrnehmung übernimmt ein Multi-Kamera- Setup mit Objekterkennung und Posenschätzung in Echtzeit auf einem Rechenmodul mit rund 275 TOPS (TOPS). Die Grenzen sind ebenso klar: Der A2-W bleibt auf ebene Böden beschränkt, die Nutzlast pro Arm ist mit ~5 kg moderat, und veröffentlichte, unabhängige Daten zu Taktzeiten und Zuverlässigkeit im Dauerbetrieb fehlen.
Im Wettbewerbsumfeld steht der A2-W für den pragmatischen Trend, humanoide Oberkörper auf Radbasen zu stellen — ähnlich wie es westliche und chinesische Wettbewerber für Brownfield-Fabriken tun. Für AgiBot ist er neben dem bipedalen A2 das kommerzielle Arbeitspferd, während die Beine-Modelle vor allem Reichweiten- und Prestige-Projekte (etwa den Guinness-Langstreckenrekord) bedienen.
Technische Spezifikationen
Hardware
- Höhe
- 163 cm
- Gewicht
- 230 kg
- Nutzlast
- 5 kg
- Sensorik
- Mehrere Tiefen- und RGB-Kameras, Kraft-Momenten-Sensorik in den Armen
Mechanik
- DOF Arm
- 7
- Hand-Typ
- Wechselbare Endeffektoren / Greifer
Energie
- Akku
- 2.000 Wh
- Laufzeit
- 300 min
- Wechselakku
- ja
Intelligenz
- Autonomie
- Semi-autonom in strukturierten Fabrikumgebungen (Objekterkennung und Handlungsplanung in Echtzeit)
Fähigkeiten
- ✓ Be- und Entladen von Maschinen und Vibrationsförderern
- ✓ Stecken von Kabeln/Terminals (feinmotorische Kraftregelung)
- ✓ Materialtransport und Palettenhandling in der Intralogistik
- ✓ Qualitätsinspektions-Handling
Häufige Fragen zum AgiBot A2-W
Was unterscheidet den A2-W vom AgiBot A2?
Der A2-W ist die Rad-Variante der Expedition-A2-Serie: Statt auf zwei Beinen fährt der Oberkörper auf einer vierradgetriebenen Basis mit Null-Wenderadius. Das kostet Treppen-Tauglichkeit, bringt aber Stabilität, rund fünf Stunden Laufzeit und deutlich einfachere Zulassung für den Fabrikeinsatz.
Wird der A2-W wirklich in Serie gebaut?
Ja. AgiBot meldete im Januar 2025 den 1.000sten produzierten General-Purpose-Roboter, darunter 269 Rad-Modelle der Expedition-Reihe (A2-D/A2-W). Damit gehört der A2-W zu den wenigen Humanoiden mit belegter vierstelliger Serienfertigung des Herstellers.
Was kann der A2-W in der Fabrik konkret?
AgiBot positioniert ihn für flexible Fertigung: Maschinenbeschickung, Kabel-/Terminal-Stecken, Transportaufgaben und Inspektions-Handling. Die zwei 7-DoF-Arme tragen je etwa 5 kg und arbeiten kraftgeregelt — also eher Elektronik- und Leichtmontage als Schwerlast.
Warum Räder statt Beine?
Auf ebenem Fabrikboden sind Räder schneller, energieeffizienter und sicherer als Beine — Stürze entfallen praktisch. Der Trend zu Rad-Humanoiden für die Industrie (auch bei Wettbewerbern) zeigt, dass Beine für viele reale Einsätze schlicht noch nicht nötig sind.
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Quellen
Stand: 5.7.2026 · Slug: agibot-a2-w