Fauna Sprout
Fauna Robotics · USA · seit 2026
- Preis
- ab 50.000 $
- Nutzlast
- –
Verfügbarkeit: Creator Edition auf Anfrage bestellbar; frühe Kunden u. a. Disney, Boston Dynamics, UC San Diego, NYU
Analyse & Einordnung
Sprout ist der Debüt-Roboter des New Yorker Startups Fauna Robotics, das im Januar 2026 aus dem Stealth-Modus trat. Der 107 cm große und nur 22,7 kg leichte Zweibeiner ist als Entwicklungsplattform für geteilte Menschenräume konzipiert: 29 Freiheitsgrade (6-DoF-Arme, 5-DoF-Beine, 2-DoF-Hals), robuste 1-DoF-Greifer, ZED-2i-Stereokamera, Time-of-Flight-Sensoren und ein NVIDIA Jetson AGX Orin als Rechner. Out-of-the-box beherrscht er Mapping, Navigation, Sprachinteraktion, Gehen, Knien, Springen und das Aufstehen nach Stürzen; per Ganzkörper- Teleoperation lässt er sich zudem direkt steuern. Der Wechselakku (Hot Swap) hält 3 bis 3,5 Stunden.
Auffällig ist der Charakter-Ansatz: Statt Display-Gesicht setzt Fauna auf motorisierte Augenbrauen, ein 360-Grad-LED-Gesicht und Körpersprache — sogar eine Lego-kompatible Noppenplatte auf dem Kopf gehört dazu. Sicherheit ist Kernversprechen, nicht Nachgedanke: weiche Außenpaneele, nachgiebige Motorsteuerung, minimierte Klemmstellen und ein dediziertes Safety-Subsystem. Damit zielt Sprout auf Embodied-AI-Forschung, Ausbildung, Therapie- und Interaktionsanwendungen — frühe Kunden sind Disney, Boston Dynamics, UC San Diego und die NYU.
Die Grenzen sind ebenso klar: Mit kleinen Greifern, geringer Größe und ohne belastbare Nutzlastangaben ist Sprout kein Arbeitsroboter, und der von Medien genannte Preis von rund 50.000 $ macht ihn zur Investition für Institutionen, nicht für Privathaushalte. Im Reifegrad (Technology Readiness) ist er eine frisch verfügbare Kleinserien-Plattform — seine Wette ist das Ökosystem: Wenn Faunas PC-Analogie aufgeht, entsteht der Wert weniger aus der Hardware als aus den Anwendungen, die Dritte darauf bauen.
Technische Spezifikationen
Hardware
- Höhe
- 107 cm
- Gewicht
- 22,7 kg
- Sensorik
- ZED 2i Stereokamera, 4x Time-of-Flight-Sensoren, Torso-IMU, Direktionales Mikrofon-Array
Mechanik
- Freiheitsgrade gesamt
- 29
- DOF Arm
- 6
- Hand-Typ
- 1-DoF-Greifer (robust, gummierte Innenseite)
Energie
- Laufzeit
- 210 min
- Wechselakku
- ja
Intelligenz
- KI-Modell
- Onboard NVIDIA Jetson AGX Orin 64GB; modularer Autonomie-Stack (Mapping, Navigation, Voice)
- Autonomie
- semi-autonom (Out-of-the-box-Autonomie + Ganzkörper-Teleoperation)
Fähigkeiten
- ✓ Gehen, Knien, Krabbeln, Springen, Tanzen und Aufstehen nach Stürzen
- ✓ Mapping, Navigation und Sprachinteraktion out-of-the-box
- ✓ Greifen vom Boden bis zur Arbeitsplatte
- ✓ Expressive Mimik (motorisierte Augenbrauen, 360-Grad-LED-Gesicht)
Videos
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Sicherheitsbewertung
Entwicklerplattform mit Safety-First-Design für geteilte Menschenräume
- Mit 22,7 kg und weichen Paneelen inhärent risikoärmer als Industrie-Humanoide, aber kein zertifiziertes Spielzeug
- Dediziertes Safety-Subsystem und E-Stop vorhanden; dennoch Aufsicht bei Kindern empfohlen
- Dynamische Bewegungen (Springen, Sturz-Aufstehen) erfordern Freiraum
Häufige Fragen zum Fauna Sprout
Für wen ist der Fauna Sprout gedacht?
Primär für Entwickler, Forschung und Ausbildung: Die 'Creator Edition' ist eine Entwicklungsplattform mit stabilen APIs, containerisierten Services und Nvidia-Jetson-Rechner an Bord. Frühe Kunden sind u. a. Disney, Boston Dynamics, UC San Diego und die NYU. Ein Consumer-Produkt für den Alltag ist Sprout nicht.
Was kostet der Sprout?
Medienberichte nennen rund 50.000 US-Dollar für die Creator Edition (inkl. Akku, Greifern und Software); Fauna selbst veröffentlicht keinen Listenpreis, bestellt wird über ein Anfrageformular. Damit liegt Sprout deutlich über chinesischen Entwicklerplattformen wie dem Unitree R1, aber unter vielen westlichen Forschungs-Humanoiden.
Wie sicher ist Sprout im Umgang mit Menschen?
Sicherheit ist das zentrale Designmerkmal: 107 cm, nur 22,7 kg, weiche Außenpaneele, minimierte Klemmstellen, nachgiebige (compliant) Motorsteuerung, die äußeren Kräften nachgibt, plus ein eigenes Safety-Subsystem mit E-Stop. Fauna positioniert ihn ausdrücklich als unbedrohlich — auch für Kinder.
Wer steht hinter Fauna Robotics?
Das New Yorker Startup wurde von Rob Cochran und Josh Merel gegründet und trat im Januar 2026 mit Sprout aus dem Stealth-Modus. Die Vision: Robotik-Entwicklung so zugänglich machen wie einst der PC die Software-Entwicklung — Sprout als 'Apple II' der humanoiden Robotik.
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Quellen
- Introducing Sprout, a new humanoid development platform (The Robot Report, 28.01.2026) (5.7.2026)
- Sprout Creator Edition — offizielle Produktseite mit Spezifikationen (5.7.2026)
- Fauna Robotics Unveils Sprout (Fauna Robotics News, 27.01.2026) (5.7.2026)
- Fauna Robotics Just Built the First Humanoid You'd Want Home (Yanko Design, 07.02.2026) (5.7.2026)
Stand: 5.7.2026 · Slug: fauna-sprout